Herzlich willkommen
in der Bibliothek Höheren Schule
(HS Bibliothek)!!!
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Kontakt
Ansprechpartner:
Eva Buboltz (Diplom-Bibliothekarin) befindet sich bis 1. September 2011 im Mutterschutzurlaub. Sie wird vertreten durch: Catherine Grenier, Geneviève Paye, Paola Di Pietro und María Ortiz
Europäische Schule München
Elise-Aulinger-Str. 21
81739 München
Tel.: 089/62816-230

Ich freue mich auf Euch!!
Wann ist die Bibliothek geöffnet?
| Montag: | 08.20 – 16-00 Uhr |
| Dienstag: | 08.20 – 16.00 Uhr |
| Mittwoch: | 08.20 – 16.00 Uhr |
| Donnerstag | 08.20 – 16.00 Uhr |
| Freitag: | 08.20 – 15.00 Uhr |
Was gibt es hier? Internetzugang, E-Mail, Office...
Wann ist der Computerraum in der Bibliothek geöffnet?
Er ist während der Bibliotheksöffnungszeiten geöffnet:
| Montag: | 8.20 – 16.00 Uhr |
| Dienstag: | 8.20 – 16.00 Uhr |
| Mittwoch: | 8.20 – 16.00 Uhr |
| Donnerstag | 8.20 – 16.00 Uhr |
| Freitag: | 8.20 – 15.00 Uhr |
Wie wird man Benutzer der Bibliothek?
Ganz einfach: in der Bibliothek und/oder über die Klassenlehrer erhaltet ihr Anträge für die „Bibcard“, mit der ihr in der Bibliothek Medien ausleihen könnt;
Wie lange kann man ein Medium ausleihen?
Bücher: 4 Wochen
Zeitschriften: 1 Woche
Bücher des Präsensbestandes: 1 Stunde
CDs, Kassetten, DVDs, Videos: 1 Woche
CD-ROMs: 1 Woche
Schulbücher, Klassensätze: 1 Schuljahr
Was passiert, wenn ein Medium zu spät zurückgebracht wird?
Bei Überziehung der Ausleihfristen werden Mahngebühren fällig (siehe auch Punkt „Mahnregelung“).
Mahnregelung
Bitte bringt eure entliehenen Medien rechtzeitig zurück!!! Das spart Geld und Zeit!!!
Bei Überschreitung der festgelegten Leihfrist gelten folgende Mahnregelungen: (Änderungen vorbehalten)
Nach Überschreitung der festgelegten Ausleihfrist um 7 Tage sendet die Bibliothekarin ein kostenloses Erinnerungsschreiben an den/die Erziehungsberechtigte(n) mit dem Hinweis, dass sein/ihr Kind die entliehenen Medien innerhalb von 14 Tagen zurückbringen muss, da sonst Mahngebühren anfallen.
Wird die Leihfrist um 21 Tage überschritten, erhält der/die Erziehungsberechtigte ein weiteres Schreiben von der Bibliothek mit der Mitteilung, dass sein/ihr Kind 2,50 € pro überzogenes Medium zahlen muss.
Gleichzeitig erhält der Schüler bis zur Rückgabe der Medien Ausleihverbot.
Sollten diese Maßnahmen ohne Erfolg sein, wird eine Rechnung verschickt.
Was gibt es hier alles?
In der Bibliothek gibt es viel zu entdecken!
Die Bibliothek HS verfügt über ca. 30.000 Medien für den Unterricht und die Freizeit:
In der Bibliothek habt ihr die Möglichkeit, in Ruhe zu lernen, Hausaufgaben zu machen oder einfach mal „auszuspannen“ und zu schmökern... Reinschauen lohnt sich!
| Veranstaltungen | |
16.03.2011 „Der Narr und das Mädchen“ Lesung von Celia Rees |
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Am 16. März 2011 hat die britische Jugendbuchautorin Celia Rees ihren neuen historischen Roman „Der Narr und das Mädchen“ den Schülern der Höheren Schule aus den Klassen s1ena und s2ena vorgestellt. Celia Rees, geboren 1949 in Solihull in Großbritannien, war nach dem Studium der Geschichte und Politik an der Warwick University 17 Jahre lang als Englischlehrerin tätig. Dem deutschen Publikum ist sie durch den Bestseller „Piraten!“ (2003) und „Sovay“ (2009) bekannt. Sie lebt mit ihrer Familie in England. In „Der Narr und das Mädchen“ versetzt Celia Rees die Leser in das elisabethanische London und erweckt eine der bedeutendsten Gestalten der Weltliteratur, William Shakespeare, zum Leben, indem sie die Geschichte ihres Lieblingsstücks „The Twelfth Night or As You Like It“ erzählt. Als William Shakespeare Violetta und ihrem Narren Feste das erste Mal begegnet, ist er fasziniert. Sie kommen aus dem fernen Land Illyrien und wurden nach der Eroberung durch die Venezianer aus ihrer Heimat vertrieben. Augenblicklich ahnt er, was für ein dramatischer Stoff sich ihm bietet und verstrickt sich immer tiefer in die gefährliche Geschichte der beiden. Die Bestsellerautorin verbindet historische Persönlichkeiten und Fakten mit fiktiven Charakteren und Begebenheiten. Dabei erschafft sie die aufrüttelnde und romantische Geschichte eines jungen Mädchens, das voller Tapferkeit allen Widerständen zum Trotz für ihr Recht und ihre Liebe kämpft. Im medialen Zeitalter mit Internet, Videospielen, I-Phones und Fernsehen, nehmen Bücher einen besonderen Stellenwert ein. Sie ermöglichen dem Leser, in andere Welten einzutauchen und erzeugen Bilder und Gefühle, die eben nicht von außen „eingespeist“ oder einfach nur passiv konsumiert werden, sondern als eine Art „Kopf-Kino“ in ihnen selbst entstehen. „Zum Träumen schön“ empfanden viele Schüler die Lektüre, nicht zuletzt weil der erfrischende Ansatz der Autorin die jungen Leser sehr neugierig gemacht hat auf die noch immer aktuell gebliebenen Geschichten längst vergangener Zeiten, wie sie in den „uralten“ und doch zeitlosen Werken Shakespeares zu finden sind. Die Autorin persönlich zu erleben und in unmittelbaren Dialog mit ihr zu treten , war für das junge Publikum eine bereichernde Erfahrung, vermittelte es ihnen doch einen direkten Bezug zum Lesestoff, während sie gleichzeitig aufschlussreiche Einblicke in die Entstehungskette eines Romans (von der Idee über die Recherche und die Schreibarbeit, vom Manuskript über die Verhandlungen mit den Verlagen bis hin zum fertigen Buch) erhielten. Website von Celia Rees: Hier klicken! |
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01.03.2011 „Und morgen ein Star“Lesung von Wolfgang Korn |
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Am 1. März 2011 ist der Jugend- und Sachbuchautor Wolfgang Korn zu Gast an der ESM gewesen, um Schülerinnen und Schüler der Höheren Schule aus den Klassen S2-S4 sein Buch „Und morgen ein Star – Eine kleine Geschichte über die große Medienwelt“ vorzustellen. Wolfgang Korn, 1958 im Ruhrgebiet geboren, ist zunächst einmal Wissenschaftsjournalist und schreibt für GEO und Die Zeit. Darüber hinaus verfasst er archäologische Sachbücher und Jugendbücher, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigen und wenig belehrend daher herkommen, aber doch sehr lehrreich sind. Geschickt verpackt er Sachinformationen in eine fesselnde Geschichte und liefert in zusätzlichen Informationskästen das nötige Hintergrundwissen. Das Konzept geht auf: Sein Buch „Das Rätsel der Venusschlacht“ wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und „Die Weltreise einer Fleeceweste“ wurde in Österreich als Wissenschaftsbuch des Jahres prämiert. „Und morgen ein Star“ ist 2010 erschienen und handelt von der harten Realität der Medien und den Machenschaften hinter den Kulissen, die in Castingshows besonders deutlich werden. „MeiStar“ heißt die Castingshow bei Korn, die Anspielung auf aktuell laufende Talentshows ist offensichtlich und die etwa 70 Schülerinnen und Schüler im Raum Erasmus wissen nur zu gut, wovon er spricht, schließlich sind ihnen diese Fernsehformate bestens vertraut. Korn liest vier Passagen aus seinem Werk vor und regt die Schülerinnen und Schüler immer wieder zum Mitdenken und Reflektieren ihrer eigenen Gewohnheiten im Umgang mit Medien an. Gelegenheit zum Fragenstellen gibt es natürlich auch und die Schülerinnen und Schüler wollen vor allem von dem Autor wissen, wie man es anstellt, ein Buch zu veröffentlichen. Wer weiß, vielleicht hat die Lesung den ein oder anderen dazu inspiriert, sich selbst im Schreiben zu versuchen, profitiert haben sicherlich alle von Wolfgang Korns Besuch, denn durch das Vorlesen vom Autor selber erhielt der Stoff der Lektüre einen ganz direkten und lebendigen Bezug zu der jungen Leserschaft der ESM. Nächste Station der Lesereise des Schriftstellers ist die Europäische Schule Frankfurt. |
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03.12.2009 Lesung: Klaus Kordon |
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Am 3. Dezember 2009 hielt der bekannte Jugendbuchautor Klaus Kordon eine Lesung in der Höheren Schule (HS) zu seinem Buch „Auf der Sonnenseite“. Es nahmen ca. 240 Schüler und Lehrer der HS daran teil. Klaus Kordon wurde 1943 im Berliner Nordosten geboren. Sein Vater starb im Krieg, die Mutter 1956, woraufhin Klaus Kordon als Vollwaise zunächst in einem Kinderheim und später in einem Jugendheim untergebracht wurde. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaft und unternahm als Kaufmann zahlreiche Reisen ins Ausland (z.B. nach Indonesien, Nordafrika, Australien, etc.). Zu dieser Zeit fing er mit dem Schreiben an. 1972 versuchte er, aus der DDR zu flüchten, wurde dabei aber festgenommen und blieb in Stasi-Haft bis er 1973 von der BRD freigekauft wurde. Seit 1980 ist Klaus Kordon als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Seine zahlreichen Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und mit nationalen und international bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Das Buch „Auf der Sonnenseite“ ist die Fortsetzung des mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichneten autobiographischen Werks „Krokodil im Nacken“. „Auf der Sonnenseite“ beschreibt den Neuanfang der wiedervereinten Familie Lenz im Westdeutschland der Siebziger-Jahre. Schwere Schicksalsschläge, wie die misslungene Flucht aus der DDR, die Stasi-Haft von Manfred Lenz und seiner Frau Hannah sowie die Heimaufenthalte der Kinder treffen die Familie. Angekommen im westdeutschen Land der Freiheit und des Wohlstands, stellt sie sich jedoch die Frage, ob sie sich nun wirklich „auf der Sonnenseite“ des Lebens befindet? Desillusioniert muss die Familie erkennen, dass im Westen nicht alles so „golden“ ist wie erwartet, sondern auch unausweichliche Schattenseiten existieren. So fällt es Manfred und seiner Frau schwer, Freundschaften zu knüpfen und Arbeit zu finden. Das Buch beschreibt die Reisen von Lenz als Exportkaufmann, seinen beruflichen Beginn als Schriftsteller und seine Sicht auf die deutsch-deutsche Geschichte von der 68-er Revolution bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1989. Das Buch endet mit der bewegenden Szene, in der Manfred Lenz ein Kamerateam, das eine Reportage dreht, Anfang der Neunziger Jahre zu seiner alten Häftlingszelle führt. Als meisterhafter Chronist deutscher Geschichte nahm Klaus Kordon das Publikum durch seine mitreißende Erzählart gefangen. Besonders durch den autobiographischen Hintergrund der Geschichte, welcher sich auch in der Gefühls- und Erlebniswelt des Protagonisten Manfred widerspiegelt, erhielt die Lesung einen authentischen und lebendigen Charakter. Sowohl für die Deutschkurse als auch für die Geschichtsklasse stellte diese Lesung einen großen Gewinn dar, da der Autor immer auch auf die geschichtlichen Zusammenhänge einging und die Ära von der Gründung der DDR über die Errichtung der Mauer bis zur Wiedervereinigung als Zeitzeuge plastisch schilderte. Mittels Schilderung des Selbsterlebten und des Gewährens von tiefschürfenden Einblicken in die Innenwelt der Charaktere, kreiert der Bestsellerautor ein eindringliches Bild der unterschiedlichen Lebensentwürfe und enthüllt gleichzeitig sowohl das Trennende und als auch das Verbindende zwischen Ost und West. Website von Klaus Kordon: Hier klicken! |
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22.10.2009 Lesung: Holly-Jane Rahlens |
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Am 19. Oktober 2009 hielt die Autorin Holly-Jane Rahlens zwei Lesungen zu ihrem Buch „Mauerblümchen“ in der ESM. Diese Lesungen waren Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Europa 20 Jahre nach dem Mauerfall“ in der ESM. Die erste Lesung von Frau Rahlens wurde auf Deutsch, die zweite auf Englisch, abgehalten. Schüler der Klassen s4 bis s7 nahmen daran teil. Holly-Jane Rahlens wurde 1950 in Queens, New York, geboren. Sie lebt seit 1972 in Berlin. Dort arbeitete sie als Moderatorin bei der RIAS BERLIN KOMMISSION für zwischenstaatliche Organisation zur Förderung der deutsch-amerikanischen Verständigung im Rundfunkwesen Berlin, als Schauspielerin, Hörspielautorin und Radiomoderatorin, später auch im Fernsehen. Außerdem war sie als Dialog-Coach und als Autorin sowie Übersetzerin für diverse Kinofilme tätig und schrieb Kolumnen für das FilmFestJournal der Berlinale. Ihr als dritter Roman veröffentlichte Text „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ wurde 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis als bestes Jugendbuch ausgezeichnet. „Mauerblümchen“ ist ihr sechster Roman. Inhalt von „Mauerblümchen": Molly lebt mit ihrem Vater, einem Chemiker, in Berlin, doch in einigen Tagen ist die Rückkehr nach New York geplant. Vor ihrer Abreise – es ist November 1989, kurz nach dem Mauerfall - möchte sie für ihre verstorbene Mutter eine Angelegenheit in Ostberlin erledigen. Ihre Mutter ist vor einiger Zeit an Krebs gestorben und musste 1938 aus Berlin flüchten. Molly will zu dem früheren Wohnhaus ihrer Mutter fahren und aus einer Mauer zwischen zwei Grundstücken ein Stück herausschlagen, um es auf das Grab der Mutter, gemäß einer jüdischen Tradition, in Amerika zu legen. Auf ihrer S-und U-Bahn-Fahrt nach Ostberlin lernt Molly den ostdeutschen Schauspielstudenten Mick kennen. Es beginnt eine Liebesgeschichte zwischen den beiden. In Micks Gegenwart ändert sich die Gefühlswelt von Molly: sie lässt ihre Gefühle zu, erzählt Mick beispielsweise sogar vom Tod ihrer Mutter. Die Mauer, die Molly in sich selber aufgebaut hat, fängt an zu bröckeln… Holly-Jane Rahlens faszinierte ihrer Zuhörer durch ihre mitreißende Erzählkunst, die ihren zweiten Beruf als Schauspielerin offenbarte. Durch diese Liebesgeschichte zwischen Ost und West wurde den jungen Zuhörern die Zeit nach dem Mauerfall auf interessante, manchmal auch ironische und unterhaltsame Art vor Augen geführt. Die zweite Lesung auf Englisch war übrigens eine Premiere für Frau Rahlens: sie hatte bis dahin noch keine Lesung auf Englisch gehalten. Insgesamt waren ca. 220 Schülerinnen und Schüler bei den beiden Lesungen anwesend. Website von Holly-Jane Rahlens: Hier klicken! |
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11.03.2009 Vortrag und Diskussion mit Max Mannheimer |
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Am 11. März 2009 kam der Holocaust-Überlebende und jüdische Autor Max Mannheimer zu einem Vortrag an die ESM. An dieser Veranstaltung nahmen Schüler der 3.-6. Klassen der Höheren Schule teil. Herr Studer, der stellvertretende Direktor der Höheren Schule, hielt die Begrüßungsrede. Max Mannheimer wurde 1920 in Neutitschein (heutiges Tschechien) geboren. Ab 1943 wurde er ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, dann ins KZ Auschwitz-Birkenau und kam anschließend über Warschau in das KZ Dachau. Im Jahr 1945 endete sein Martyrium, als er in Seeshaupt (Oberbayern) von den Amerikanern befreit wurde. Herr Mannheimer verlor beinahe seine ganze Familie während des Holocausts. Nur er und einer seiner Brüder überlebten die Gräueltaten des Naziregimes. Nach dem Krieg verließ er Deutschland und schwor sich, nie mehr dorthin zurückzukehren. Als er sich jedoch in eine deutsche Frau verliebte, die er später auch heiratete, zog er schließlich trotzdem 1946 wieder nach Deutschland. Heute hält Herr Mannheimer Vorträge in der Öffentlichkeit über seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern. Besonders oft ist er an Schulen zu Gast. „Ich komme als Zeuge jener Zeit in die Schulen, nicht als Richter oder Ankläger“, antwortete er auf die Frage, was ihm am Wichtigsten bei seinen öffentlichen Auftritten sei. Zu Beginn der Veranstaltung an der ESM erzählte Herr Mannheimer über sein Leben. Dabei ging er auch auf die geschichtlichen Zusammenhänge ein, z.B. Hitlers Machtergreifung oder die Reichskristallnacht. Herr Mannheimer erklärte auch, welchen Schikanen die Juden fortan ausgesetzt waren. Zur Veranschaulichung hatte er auch einen Judenstern mitgebracht, den Juden deutlich erkennbar an ihrer Kleidung tragen mussten. Anschließend las er Ausschnitte aus seinem Buch „Spätes Tagebuch“ vor, in dem er über seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern berichtet. Für das Publikum war es besonders beeindruckend und zugleich sehr beklemmend, als Herr Mannheimer seine eintätowierte Häftlingsnummer am Unterarm entblößte. Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen an Herrn Mannheimer zu richten. In der Diskussion wurden auch aktuelle Themen zur Sprache gebracht, etwa Holocaustleugner oder das Phänomen der rechtsradikalen Parteien. Zu jeder Schülerfrage wusste er entweder eine treffende Anekdote zu berichten oder gab eine sehr anschauliche Antwort. Spontan sprach er sogar einzelne Schüler in ihrer jeweiligen slawischen Muttersprache an. Die Zuhörer empfanden es als außerordentliches Privileg und emotional sehr bewegend, einen der letzten noch lebenden Zeitzeugen des Nationalsozialismus persönlich zu treffen. Mit seiner Geistesgegenwart und seinem Humor fesselte der 89-Jährige die Aufmerksamkeit der Schüler und zog sie ganz in seinen Bann. |
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09.04.2008 Lesung: Kitty Crowther |
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Im Rahmen der Ausstellung „Carrousel de la fantaisie: 50 Jahre Kinderbuchkunst aus dem französischsprachigen Belgien“, die in der Internationalen Jugendbibliothek Schloss Blutenburg stattfand, hielt die wallonische Autorin und Illustratorin Kitty Crowther am 9. April 2008 eine Lesung für die Klassen s1fra, s2fra und s3fra der Höheren Schule (HS) in der ESM. Die Lesung wurde auf Französisch abgehalten. Zu Beginn stellte sie das Buch „La Visite de Petite Mort“ vor, indem der Tod mit menschlichen Gefühlen und Gedanken dargestellt wird. Dadurch wird er greifbarer und weniger bedrohlich. Danach berichtete die Autorin über ihr Leben und ihr Schreiben. Kitty Crowther wurde 1970 als Tochter einer Schwedin und eines Engländers in Brüssel geboren. Seit 1994 schreibt sie Kinderbücher. Die Autorin erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Werke. Kitty Crowther sagt über ihre Arbeit: „Ich versuche nicht gefällige Bücher zu machen, sondern erfinde Geschichten, die mich zutiefst interessieren. Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich es bestimme; es sind die Geschichten die mich auswählen.“ (Vgl. Presseinfo der Internationalen Kinder- und Jugendbibliothek). Im zweiten Teil der Lesung wurde gemalt: sowohl die Autorin als auch die Schüler zeichneten Skelette. Gegen Ende der Lesung malte die Autorin eine Eule. Im Anschluss signierte die Autorin einige Bilder der Schüler und gab Autogramme. Die Originalbilder, die Kitty Crowther zeichnete, sind nun in der Bibliothek der HS untergebracht. |
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29.02.2008 Lesung Polly Horvath |
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Die in Kanada lebende amerikanische Autorin Polly Horvath las am 29. Februar einigen Klassen der englischen Abteilung aus der Grundschule und Höheren Schule Auszüge aus ihren Büchern vor. Die Schüler hatten sich bereits im Unterricht auf den Besuch vorbereitet und waren ganz gespannt. Dieser Zufall beeindruckte sie so sehr, dass sie die Arbeit an ihrem eigentlichen Manuskript sofort abbrach und den Roman „The Happy Yellow Car“ schrieb. Horvaths Lieblingsbuch ist immer das, an dem sie gerade arbeitet. Zuvor veröffentlichte Titel verlieren an Bedeutung, da die Freude an der Arbeit von einem neuen Projekt abgelöst wird und ihre ganze Energie dann darein fließt. |
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28.02.2008 Lesung Manfred Mai |
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"Hast du schon einmal geküsst?", fragt Antonia. Maren nickt. "Wirklich?" Antonia ist überrascht. "Wen denn?" "Meinen Papa", antwortet Maren. Antonia verdreht die Augen. "Das meine ich doch nicht. Ich meine, ob du schon mal einen Jungen geküsst hast." Maren kichert. "Hast du nun oder hast du nicht?" Mit dem Vorlesen aus zwei Lektüren, die miteinander verwoben sind, stellte der Autor eine gelungene Kombination dieser beiden Erzählungen her, wodurch die Dynamik der Geschichten verstärkt und das Innenleben der Figuren lebendig zum Ausdruck kam. So wechselte Mai geschickt von dem fußballliebenden Protagonisten aus „Eine Klasse im Fußballfieber“, der gerade das Buch „Leonie ist verknallt“ als Hausaufgabe liest, zu der entsprechenden Passage in „Leonie ist verknallt“. Dann kehrte er wieder zu dem Fußballfan zurück, dem durch das Lesen dieser Passage bewusst wurde, dass es noch andere Dinge außer Fußball im Leben gibt. Die Deutschgruppe s1deb aus der Höheren Schule führte ein Interview mit dem geduldig auf alle Fragen eingehenden Autor durch. Aber auch die Kleinen waren erpicht darauf Zusammenhänge zu verstehen und wollten wissen, wie ein Buch entsteht. So fragten Schüler der 1. Grundschulklasse der deutschen Abteilung, wie Bilder in Bücher kämen, wie der Autor es „schaffe“, so große Buchstaben zu schreiben oder weshalb der Umschlag „dick“ sei. Sie lernten, dass ein Schriftsteller nur die Geschichten schreibt, die Bücher selber aber in der „Fabrik“ einer Druckerei produziert werden. Ferner erklärte Mai den Kindern, dass er die inneren Bilder, die beim Lesen in der Vorstellung des Lesers entstehen, den gedruckten Bildern vorzieht. Hier zeigte sich seine Fähigkeit erneut, einfühlsam auf junge Menschen einzugehen und sie ganz in seinen Bann zu ziehen. |
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26.02.2008 EU Bookshop Präsentation |
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Am 26. Februar 2008 stellte Bjørn Clasen, ein Vertreter vom Amt für Veröffentlichungen der EU, die Website „EU Bookshop“ an der ESM vor. Dabei handelt es sich um einen Online-Zugang zu den amtlichen Veröffentlichungen der EU – Büchern, Broschüren, elektronischen Dokumenten und CD-ROM, die von den EU-Institutionen, - Agenturen und sonstigen Stellen veröffentlicht werden. Der Dienst wird vom Amt für Veröffentlichungen verwaltet. Mehrere Such- und Blätterfunktionen erleichtern die Suche nach dem richtigen Produkt. In dem Abschnitt „Auswahl des Herausgebers“ findet man wöchentliche Empfehlungen für EU-Veröffentlichungen. Die Seiten „Hilfe“ und „FAQ“ sowie die Navigation in 22 Sprachen helfen bei der Orientierung auf der EU Bookshop Website. Die Funktion „Mein EU Bookshop“ ermöglicht einen personalisierten Zugriff. Man kann sein eigenes Benutzerprofil erstellen. Als registrierter Nutzer hat man dann Zugriff auf Funktionen für vereinfachte Suchfunktionen, wiederholten Abruf von Veröffentlichungen, die dem eigenen Interessensgebiet entsprechen, und kann über die Funktion „News-Alerts“ über neu erschiene Veröffentlichung regelmäßig informiert werden. In der Rubrik „Soeben erschienen“ werden die aktuellen Titel mit den neuesten Informationen zur Europäischen Union aufgeführt. Zusätzlich bietet dieser Dienst einen Online-Katalog sowie ein Archiv aller EU-Veröffentlichungen an. Der Online-Katalog des EU Bookshops enthält die in den letzten drei Jahren erschienenen Titel. Veröffentlichungen älteren Datums findet man Archiv. |
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