Kindergarten

Auf zum Bauernhof!

Am 10. März 2014 haben die Gruppen auf der ersten Etage des Kindergartens begonnen, sich mit dem Thema Bauernhoftiere zu beschäftigen. So lernten die Kinder vier Wochen Wissenswertes über Nutztiere, wo sie leben, welche Laute sie von sich geben und wie ihre Nachkommen genannt werden. Dann wurde überlegt, warum Nutztiere überhaupt gehalten werden, welche Produkte sie uns liefern und wie wir uns am besten um sie kümmern können.

Diese ersten Erkenntnisse führten zu einer "Woll-Woche", während der einige Kinder Wolle einfärbten, sie gesponnen haben, um dann aus ihr wunderschöne Kreationen zu weben. Ebenso folgte eine "Milchwoche", bei der wir Käse verkosteten, Milchshakes machten und Butter herstellten. Die Rollenspielecken in den Gruppenräumen wurden zu "Bauernhöfen" umfunktioniert und an den Wänden hängen jetzt Bilder von den uns bekannten Nutztieren.

Bei strahlend blauem Himmel besuchten die drei Kindergartengruppen am 20. März 2014 einen Bauernhof in Vaterstetten. Dort konnten sie alle Tiere, mit denen sie sich beschäftigt hatten, ganz aus der Nähe betrachten. Besonderes Interesse erweckten die neugeborenen Kälber. Eines, das nur zwei Tage alt war, und ein Zwillingspaar eroberten im Nu ihre Herzen. Anschließend hatten die Kinder reihum Gelegenheit, auf dem Hof auf einem Pony zu reiten, während die anderen auf einem Heuhaufen spielend warteten, bis sie an der Reihe waren.

In der letzten Projektwoche der Eichhörnchen-, Girasoles- und Busy Bee-Gruppen bereiteten wir im Kindergarten Speisen für unser Bauern-Frühstück zu, das alle Kinder am 30. März mit selbstgebackenem Brot, selbsthergestellter Butter sowie Ei und Speck genießen konnten.

Die Kindergartenkinder haben durch das Projekt ganz anschaulich erfahren, wie vielfältig uns Nutztiere und Bauernhöfe mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs versorgen und wie einfach es ist, selbst frische Mahlzeiten zuzubereiten, die auch noch lecker schmecken.

Entdeckung der Polarregion

Welche Tiere leben an den Polen? Wie schützen sie sich vor den eisigen Temperaturen? Was fressen sie?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich die französischen Gruppen sowie eine deutsche Gruppe des Kindergartens im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projekts in der Zeit vom 20. bis 31. Januar 2014 beschäftigt. Dabei erkundeten sie die spannende Welt der Polarregion und befassten sich mit der für dieses Gebiet typischen Tierwelt.

Zunächst wurden mit den Kindern geografische Besonderheiten der Polarregion und die daraus resultierenden Lebensbedingungen für Mensch und Tier erarbeitet. Aber auch künstlerisch setzten sich die Kinder mit dem Thema auseinander. So gestalteten alle drei Gruppen ein 3D Bild, bastelten einen Iglu und malten eine große Weltkarte mit den Polen, in der sie die entsprechenden Tiere zuordneten.

Um herauszufinden, wie lange Eis in den unterschiedlichen Umgebungen braucht, um zu schmelzen, experimentierten die Gruppen mit Eis aus der Gefriertruhe. Auch Musik und Tanz kamen nicht zu kurz: Tierbewegungen wurden nachgeahmt, auf künstlichen Eisschollen wurde balanciert und ein Pinguin-Tanz sowie die Lieder "Hallo kleiner Eisbär" und "Pingpong Pinguin" wurden eingeübt.

Den krönenden Abschluss bildete das gemeinsame Abschlussfest in der Aula mit Musik und Tanz. Die Projektarbeit deckte viele unterschiedliche Aspekte des Themas mit einer Vielfalt an Aktivitäten ab, bei denen die Kinder ganz unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen und schulen, gleichzeitig auch Kenntnisse über eine interessante geografische Region erwerben konnten.

Grundschule

Lebensrettende Formel

Kinder wachsen in einer mobilen Welt auf, in der das Auto ein wesentlicher Bestandteil ihres Alltags ist. Fast täglich sitzen sie darin und können dennoch die Risiken, die das Auto zwangsläufig in sich birgt, nur unzureichend einschätzen. Um diesem Problem wirksam zu begegnen, führt der ADAC Südbayern seit vielen Jahren mit seinem unkonventionellen Verkehrsunterricht an Schulen die Aktion "Hallo Auto!" durch. Dabei setzt der ADAC Südbayern auf das Lernen durch praktischen, interaktiven und erlebnisorientierten Verkehrsunterricht.

Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg, diese lebensrettende Formel erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler der 5. Grundschulklassen an drei spannenden und abwechslungsreichen Unterrichtsvormittagen (7., 8. und 10. April 2014) mithilfe der motivierenden Anleitung einer freundlichen ADAC-Mitarbeiterin. Die jungen Verkehrsteilnehmer stellten Pylonen an der Stelle auf, an der sie das Anhalten eines sich nähernden Fahrzeuges vermuteten. Alle unterschätzten den Anhalteweg gewaltig. Erst mit diesem Selbstversuch wurde ihnen bewusst, wie lange ein Auto trotz Vollbremsung braucht, bis es zum vollständigen Stillstand kommt. Zum Schluss durften die Mädchen und Jungen selbst als Beifahrer in einem eigens umgebauten Fahrzeug eine Notbremsung einleiten. Ein eindrucksvolles Erlebnis mit der zusätzlichen Einsicht, dass Anschnallen im Auto eine wichtige und vielleicht sogar lebensrettende Maßnahme ist.

Der praktische und sehr anschauliche Verkehrsunterricht "Hallo Auto" bindet die 10- bis 12-jährigen Mädchen und Jungen aktiv in die Demonstrationsfahrten und Übungen ein und sensibilisiert sie mit einprägsamen Beispielen aus der Praxis für die vielfältigen Gefahren des Straßenverkehrs. Damit leistet dieser Verkehrs-unterricht einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr.

Major Mustard erhält Einzug

Das Major-Mustard-Puppentheater haben sich am 3. April 2014 die englische Abteilung der Grundschule und des Kindergartens im Monnet-Raum des Europabaus angeschaut. Mit seinen Schattenfiguren, Marionetten, Märchenfiguren und Holzpuppen erzählte Major Mustard eine Vielzahl von Geschichten. Neben dem Puppenspiel, beinhaltet die Major-Mustard-Show auch Lieder zum Mitsingen, rhythmische Songs und unterhaltsame Musik, die das junge Publikum lauthals zum Lachen bringen.

Mit seinem Akkordeon und seinen Marionetten sorgte Major Mustard für kurzweilige Unterhaltung und mit seinen Schattenfiguren, die Geschichten aus aller Welt spielten wie zum Beispiel "Die drei Geißböcke", "Wie das Zebra zu seines Streifen kam" und "Wie der Po des Pavians rot wurde" bescherte er uns viel Vergnügen. Es ist immer wieder aufs Neue verblüffend, wie er den verschiedenen Charakteren unterschiedliche Stimmen verleiht und diese niemals durcheinander bringt!

Alle seine Geschichten sind perfekt sowohl auf kleine als auch große Kinder zugeschnitten. Mit seiner außergewöhnlichen Begabung und selbstgebastelten Puppen gelingt es Major Mustard stets, bekannte Kindermärchen auf unvergessliche Weise zu erzählen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, bringt er nach kurzer Zeit zum Lachen und zum Mitsingen. Diese großartige Show wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und wir alle freuen uns schon jetzt darauf, ihn im nächsten Jahr wiederzusehen.

Höhere Schule

Wer bin ich jetzt gerade?

 

 

Dr. David Buckley hat Bücher über populäre Musiker wie David Bowie, Bryan Ferry, Elton John und zuletzt Kraftwerk verfasst. Er schreibt regelmäßig für die Musikzeitschrift "Mojo" und hat an der Universität Liverpool, The Open University und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) gelehrt. Der aus Liverpool stammende Autor und Dozent identifiziert sich sehr mit seiner Geburtsstadt und ihrer wiedererstarkenden Fußballmannschaft. Seine beiden Töchter besuchen gegenwärtig die ESM.

Im Rahmen des Identitätsprojekts hielt er im März zwei Vorträge für die 6. und 7. Jahrgangsstufen der Höheren Schule. Der erste am 24.03.14 richtete sich an die Englisch L1- und der zweite am 31.03.14 an die Englisch L2-Schüler. Beide Vorträge entsprachen dem Niveau eines Einführungsseminars in Populärkultur für Erstsemester der Soziologie.

Buckley lieferte viele interessante und originelle Thesen zum Thema Identität. Am Beispiel des Identifizierens der Fans mit dem Fußballclub in seiner Heimatstadt Liverpool erklärte er, dass Fußball in der heutigen Zeit zu einem gewissen Grad Religion ersetze, weil er als Kitt die Gemeinschaft zusammenhalte. Wie bereits der große Bill Shankly behauptete, ist Fußball für viele Menschen in Liverpool in der Bedeutsamkeit nicht nur eine Frage von Leben und Tod, er ist sogar wichtiger als beides zusammen.

Der Geisteswissenschaftler wandte sich anschließend jugendlichen Subkulturen zu und forderte die Schüler zu einem Quiz auf, in dem sie unter anderem die Stilrichtungen Soxers Bobby, Mods, Hippies und Punks bestimmen sollten. Es wurde gemeinsam untersucht, wie sich junge Menschen Identitäten mittels einer bestimmten Musikrichtung oder eines spezifischen Film-Genres kreieren. Der Experte für das musikalische Oeuvre von David Bowie erläuterte anhand von Filmausschnitten und Bildern die verschiedenen Identitäten, die Bowie erschaffen hat, etwa Ziggy Stardust, Aladdin Sane und Thin White Duke. Besonders faszinierend war die Art und Weise, wie sich in Bowies Kostümen und Album-Covern eindeutige Referenzen zu den Werken deutscher Expressionisten und japanischer Künstler wiederfinden. Die Bowie Ausstellung, die am 10. Mai in Berlin eröffnet wird, ist in diesem Zusammenhang besonders sehenswert.

Buckley ging weiterhin auf das Werk der deutschen Band Kraftwerk ein, die sich mit dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine auseinandersetzt und untersucht, wie Maschinen unsere Identität beeinflussen. Der Kurzfilm über ein Konzert, in dem Kraftwerk den Song "Die Mensch-Maschine" spielt, regte sehr zum Nachdenken an, auch diejenigen Schüler, die keine Fans elektronischer Musik sind.

Die Powerpoint-Präsentation seines Vortrags und andere Materialien stehen nun auf Moodle unter dem Titel "Popular Culture and Identity" Schülern und Lehrern zur Verfügung.

Es gab vielerlei Reaktionen auf Buckleys Vortrag. Die teilnehmenden Schüler fanden ihn spannend und sogar perspektiverweiternd, denn einige von ihnen erklärten anschließend, dass sie nun wüssten, was sie später studieren wollten.

Ein großes Dankeschön geht an David Buckley, der uns einen Teil seiner kostbaren Zeit geschenkt hat, um uns mit einem Besuch zu beehren.